Gedicht von Wilhelm Trunk
Zum 30. jährigen Jubiläum der Christ-König-Kirche Krumbach
am 23. und 24. November 1985
Unsere Kirche
(von Heimatdichter Wilhelm Trunk aus Krumbach)
Das Haus steht da mit Turm und Tor
und ragendem Gemäuer.
Der Innenraum mit Schiff und Chor
lädt ein zur frommen Feier.
Es weitet sich mit breitem Dach
und schlanken Säulenzeilen,
und ohne Weh und ohne Ach
darf jeder drin verweilen.
Es öffnet sich als Gottes Zelt
und frei von Pracht und Mode,
und in ihm wohnt der Herr der Welt
in unscheinbarem Brote.
Und immer steht´s zum Zeichen da,
und dieses ohne Pause,
dass allen Glück und Heil geschah
in diesem einen Hause,
das es den großen Frieden schenkt,
den wir so oft vermissen,
und das es die Gedanken lenkt
und unser Tun und Wissen.
Heut an dem Tag nach 30 Jahr
der bischöflichen Weihe
ist seine Gnade offenbar
und unser Maß an Treue.
So ist es heut, fast heimatlich,
ein Teil von unserm Leben,
und jedem ist zum eigenen Ich
ein Stück hinzugegeben.
Und darum ist es jetzt und heut,
mit Turm und Raum und Pforte
uns allen Mitte und Geleit
als Kirche hier im Orte.
Es ist zugleich mehr als ein Bau
und als ein Haus der Erde.
Es ist ein Denkmal ewiger Schau
und aller hohen Werte.
Es ist als Kirchen jener Ort
des Friedens und der Stille.
Hier herrscht das unsagbare Wort
und Gottes einer Wille.
Hier setzt die andere Wirklichkeit
die Normen und die Zeichen,
und also Zeit und Ewigkeit
und Gott und Mensch sich gleichen.
Und über Zeit und Sein hinaus,
- das lässt sich nicht verhehlen-
steht ähnlich jenes andere Haus
aus Millionen Seelen.
Was hier ein Dorf als Haus erstellt
in wohlgeplanten Fristen
ist dort der große Dom der Welt,
die Kirche aller Christen.
Und wer im Glauben sich bekennt
ob gestern oder heute,
trägt mit als Stein und Element
am ewigen Gebäude
Dort ist die Christenheit gemeint
mit ihrem reichen Leben,
wo Völker unter Gott vereint
nach der Erfüllung streben.
Doch auch die Kirche hier am Ort,
ist ähnlich so berufen
und voll von jenem Geiste dort,
den zwei Jahrtausend schufen.
Der Blick zurück und der voraus,
auf uns gebahnten Pfaden,
zeigt hier und dort das gleiche Haus
voll Glauben und voll Gnaden.
Und überall ist Gott als Gott
auf seine Art zugegen.
Und wär` die Welt auch sonst voll Spott,
hier lebt und wirkt sein Segen.
So hoffen wir am Jahrestag,
der festlich uns vereinte,
das er uns weiter segnen mag
als Kirche und Gemeinde,
dass 50 oder 100 Jahr
durch ihn vollendet werden,
und über alle Zeit fürwahr
es Friede sei auf Erden!









