Patronat: gegen Augenleiden
besonders verehrt in Vilich und Köln
Adelheid wurde um 960 auf Burg Geldern als Tochter des Grafenpaares Megingoz und Gerberga geboren und im Kloster St. Ursula in Köln erzogen. Als ihr einziger Sohn Godefried 978 im Böhmenkrieg fiel, gründeten die Eltern von seinem Erbteil das Nonnenstift Vilich am Rhein (gegenüber von Bonn), dessen erste Äbtissin Adelheid wurde. Nach dem Tod ihrer Schwester Bertrada um 1002 übernahm Adelheid als deren Nachfolgerin auch noch die Leitung des Klosters St. Maria im Kapitol in Köln. Sie führte die Regeln des Heiligen Benedikt ein und blieb ihr ganzes Leben Wohltäterin der Armen und Leidenden im Rheinland. Darüber hinaus war sie eine enge Vertraute von Erzbischof Heribert von Köln, dem Kanzler des Heiligen Römischen Reiches, der sie als kluge Ratgeberin sehr schätzte.
Sie starb an einem 5. Februar zwischen 1008 und 1021 in Köln und wurde in Vilich beigesetzt, wo ihr Grab noch heute verehrt wird. Das Wasser der Quelle bei Vilich, das »Adelheid-Pützchen«, gilt als heilkräftig bei Augenleiden und ist noch immer Ziel von Wallfahrten. Adelheids Verehrung wurde am 27. Januar 1966 offiziell anerkannt.
Darstellung: als Äbtissin
Attribute: Buch, Stab, Kirchenmodell; Brote, Weinkrug (Armenspeisung)

Quelle: Herder-Verlag









