Gesamtprogramm für den Umstieg auf Erneuerbaren Energien

01.02.2024 |

Zum 01. Februar 2024 startet die Erzdiözese Freiburg ein umfassendes Gesamtprogramm zum Umstieg auf Erneuerbare Energien. Mit den aufeinander aufbauenden Bausteinen fordern – fördern – unterstützen erhalten Sie in den Kirchengemeinden eine klare Orientierung sowie eine finanzielle und fachliche Hilfe für den Umstieg.

Neben dem Ausbau der Photovoltaik auf kirchlichen Gebäuden zur Produktion von erneuerbarem Strom wird jetzt auch bei der Wärmeerzeugung der Umstieg auf erneuerbare Energieträger vorangetrieben. Damit setzt die Erzdiözese Empfehlungen des Klimaschutz-Konzeptes um und geht einen großen Schritt voran auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität.

Die Bausteine des Gesamtprogramms im Überblick:

fordern: Handlungsanweisung für den Klimaschutz
Seit dem 01. Juli 2022 gilt in der Erzdiözese bei einer Heizungserneuerung eine klare Vorgabe für den Einsatz erneuerbarer Energieträger. Die "Handlungsanweisung zu Sofortmaßnahmen für den Klimaschutz an Gebäuden im Bereich der Kirchengemeinden" des Erzbischöflichen Ordinariats (HA 9) legt fest, dass bei einer Heizungserneuerung eine "Genehmigung zum Einbau neuer Heizungen mit fossilen Brennstoffen nur noch in absoluten Ausnahmefällen erteilt wird." In der Handlungsanweisung ist zusätzlich verankert, dass für eine Maßnahmengenehmigung in der Regel eine qualifizierte Energieberatung vorzulegen ist.

fördern: "100 Prozent für die Erneuerbaren Energien"
Damit die Kirchengemeinden auch in der Lage sind, dieses Gebot einzuhalten, stockt die Erzdiözese zum 01. Februar 2024 das Förderprogramm "100 Prozent für die Erneuerbaren Energien" um 4 Mio. Euro auf. Auf Beschluss der Kommission Schöpfung und Umwelt kommen diese Mittel aus dem Klimaschutz-Fonds der Erzdiözese.
Aus diesem Förderprogramm wird der Eigenanteil übernommen, den eine Kirchengemeinde bei einer Heizungserneuerung erbringen müsste – unter der Voraussetzung, dass Erneuerbare Energien zum Zug kommen. Der maximale Zuschuss nach Abzug aller anderen kirchlichen und staatlichen Zuschüsse beträgt 80.000 Euro je Gebäude.
Die Kirchengemeinden können mit dieser Förderung eine Heizungssanierung mit Erneuerbaren Energien in den meisten Fällen kostenneutral umsetzen.
Das Programm "100 Prozent" ergänzt die erhöhte Förderung, die der Bauförderfonds der Erzdiözese (BFF) schon seit Längerem beim Umstieg auf Erneuerbare Energien gewährt.

Die Zuschüsse aus beiden Förderprogrammen können ab dem 01. Februar 2024 beim Erzbischöflichen Ordinariat (HA 9) zusammen mit der Beantragung der Maßnahmengenehmigung im Rahmen des üblichen Baugenehmigungsverfahrens beantragt werden.

unterstützen: Angepasste Beratungsmodule für das "Wie?"
Wie kann in einem konkreten Gebäude mit welchen Energieträgern und Techniken der Umstieg erfolgen?
Hier startet die Erzdiözese für ihre Kirchengemeinden und insbesondere für die ehrenamtlichen und hauptberuflichen Verantwortlichen mit einer modularen, auf einzelne Fragestellungen und Gebäudetypen angepassten Energie-Beratung. Im Rahmen des Planungs- und Bauprozesses gibt es Beratungs-Module, die auf die Ertüchtigung der Gebäude, den Umstieg auf Erneuerbare Energie und den Photovoltaik-Ausbau zugeschnitten sind. Für Sakralgebäude wird ein speziell angepasstes Angebot bereitgehalten.

Steht eine Heizungserneuerung an, ist bei Profangebäuden das Niedertemperatur-Konzept (NT-Konzept) das passende Beratungsangebot, bei Sakralgebäuden die sogenannte Heiz-Strategie.
Für beide Angebote wurden eigens kirchliche Standards entwickelt und jeweils ein Kreis von fachlich kundigen Energieberaterinnen und -beratern geschult. Über Rahmenverträge, die die Erzdiözese mit den Beraterinnen und Beratern abschließt, sind die Leistungen für die Beratung definiert und die Vergütung geregelt. Dies bietet den Kirchengemeinden einen verlässlichen Rahmen, sichert die Qualität des Angebots und vereinfacht die Suche nach geeigneten Dienstleistern.

Für andere Fragestellungen und bauliche Vorhaben können die Kirchengemeinden auf weitere Beratungs- und Unterstützungsmodule zurückgreifen.

Alle nötigen Detailinformationen finden Sie auf dem neuen Umwelt-Portal der Erzdiözese Freiburg, das wir gleichzeitig mit dem Start des Gesamtprogrammes am 01. Februar geöffnet haben. Dort finden Sie auch alle Termine für die digitalen Sprechstunden zum Gesamtprogramm Erneuerbare Energien, zu denen wir Sie herzlich einladen.
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